Der Begriff 'Reformation' wird normalerweise nicht anders konzipiert als etwa der Begriff 'Französische Revolution'. Er orientiert sich an einer Kette spektakulärer Ereignisse. Nach diesem Konzept hat die Reformation genau wie die Französische Revolution einen fixierbaren Anfang und eine Vorgeschichte, die in ihrem 'Wesen' anders sein muß als die 'eigentliche' Epoche. Die Probleme dieser zumeist impliziten Konzeption treten gerade dort hervor, wo es darum geht, die Logik der epochalen Transformation zu deuten.Dieses Buch erprobt einen Begriff von 'Reformation', der eher einem Konzept wie 'Spätantike' gleicht. Er soll weniger eine Serie spektakulärer Ereignisse bezeichnen als eher eine umfassende kulturelle Transformation. Der Arbeitsbegriff 'kulturelle Reformation' benötigt keinen klaren Anfang und keine 'Vorgeschichte'. Er erfaßt eine langfristige Prozedur kulturellen Wandels als semantische wie soziale Umordnung. Im Mittelpunkt der Beiträge steht die fundamentale Neuformulierung kultureller Ausdrucksweisen - dabei geht es um sakrale Bilder ebenso wie um Körper und Gefühl - und kultureller Distinktionen zwischen 1400 und 1600.

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